Europäische Freiwillige stellen sich vor

Anna DobrianskaiaMit dem Europäischen Freiwilligendienst (EFD) können sich junge Menschen im Alter zwischen 17 und 30 Jahren als Freiwillige für eine Dauer von bis 12 Monaten in einem gemeinnützigen Projekt im Ausland engagieren. Geboten wird die Möglichkeit, ein anderes Land, eine andere Kultur und eine andere Sprache intensiv kennen zu lernen. Die EFD-Projekte werden mit Unterstützung der Europäischen Union durch das Programm "ERASMUS+ JUGEND IN AKTION" gefördert.

Mein Name ist Anna Dobrianskaia. Ich komme aus Russland und bin 23 Jahre alt.

Seit dem Juni 2017 leiste ich einen Europäischen Freiwilligendienst in dem bewegungs- und gesundheitsorientierten Hort "Schulplatz 1" in Potsdam. Dieses Projekt des internationalen Freiwilligendienstes wurde mir von einer Freundin empfohlen, die bereits schon ihr Projekt hinter sich hatte. Ich habe schon ein abgeschlossenes Bachelorstudium im Bereich Sprachwissenschaft mit Schwerpunkten Germanistik, Phonetik und frühes Fremdsprachenlernen absolviert. Mein Praktikum in einem Kindergarten sowie meine Forschungsarbeit über Kindersprachentwicklung während meiner Ausbildung haben mich zum Entschluss geführt, an einem sozialen Projekt mit den Kindern teilzunehmen. Nach meinem Bewerbungsgespräch wurde mir vorgeschlagen entweder mit Vorschulkindern oder mit Schulkindern zu arbeiten. Ich habe mich für die Tätigkeit mit Kindern im Schulalter entschieden, obwohl ich wusste, wie hoch die Verantwortung ist.

Meine Aufgaben im Hort bestehen darin, ErzieherInnen bei täglicher Arbeit sowie bei der Planung und Durchführung der Veranstaltungen zu unterstützen. Des Weiteren sind die Aufgaben, die Kinder zu begleiten, bei der Betreuung mitzuwirken, meine eigene Projekte zu planen und durchzuführen. Ab Oktober habe ich einen Handarbeitskurs für Erstklässler angeboten. Es macht mir viel Freude und Spaß. Endlich kann ich alleine Verantwortung übernehmen und in die Rolle "Erzieherin" schlüpfen. Jeden Tag entsteht ein Dialog zwischen mir und Kindern sowie zwischen mir und KollegInnen, eine enge Zusammenarbeit, in der wir unsere Kenntnisse und Erfahrungen austauschen. Ich kann immer um Rat bitten und ständig ausführliche Informationen, nicht gleichgültige Antwort und Interesse an meinem Problem erwarten.

Im Grunde genommen, würde ich in allen Tätigkeiten eines Erziehers mit eingebunden und lerne seit fast 9 Monaten viel über den Umgang und die Entwicklungsprozesse von den Kindern. Außerdem wird großen Wert auf Konfliktmanagement gelegt.

Das Projekt an sich verfolgt das Ziel, junge Menschen aus ganzer Welt einen Überblick über das Leben in Deutschland zu verschaffen. Einführungs - und Zwischenseminare, Ausflüge, Meetings mit KoordinatorInnen, inoffizielle Treffen, internationale Abende, Sprachkurse und Tandem-Partnerschaften vervollständigen das Bild.

Die Arbeit im Hort und oben genannten Möglichkeiten geben mir wunderbare Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, neue Orte zu entdecken und neue Erfahrungen zu sammeln. Die jungen Menschen, die sich noch suchen, können dank solchen Programmen einen klaren Eindruck vom Berufsleben im Ausland bekommen und bewusster über ihre Zukunftspläne entscheiden. Ich würde gern dieses Programm weiterempfehlen.

Beitrag vom 26.03.2018

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