Europäische Freiwillige stellen sich vor

Svitlana ShustovaMit dem Europäischen Freiwilligendienst (EFD) können sich junge Menschen im Alter zwischen 17 und 30 Jahren als Freiwillige für eine Dauer von bis 12 Monaten in einem gemeinnützigen Projekt im Ausland engagieren. Geboten wird die Möglichkeit, ein anderes Land, eine andere Kultur und eine andere Sprache intensiv kennen zu lernen. Die EFD-Projekte werden mit Unterstützung der Europäischen Union durch das Programm "ERASMUS+ JUGEND IN AKTION" gefördert.

Ich heiße Svitlana Shustova, bin 26 Jahre alt und gebürtig in der Ukraine. Zurzeit bin ich eine dynamische Team-Unterstützerin in der KITA "KönigsKinder" im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes während des KITA-Jahres 2017-2018. Mein Studium und damit den Anfang meines beruflichen Lebens habe ich im pädagogischen Bereich als Fremdsprachenlehrerin und Bildungsberaterin absolviert. Daneben bin ich oft ehrenamtlich an den wissenschaftlichen und außerschulischen Projekten engagiert. Das gibt mir den Impuls, ständig an praxisrelevanten Programmen teilzunehmen.

Ungeachtet der vorherigen pädagogischen Erfahrungen und der Auslands-Arbeitserfahrungen, wurde der EFD zu meiner neuen Lebens- und Berufsseite. Meine Erwartungen an die Rolle einer „Freiwilligen“ haben sich bis heute stark geändert, denn ich fühle mich gut im KITA-Team integriert und kann damit vielen Beobachtungen in der Entwicklungsbegleitung von Kindern unter 3 Jahren machen.  Die Erzieherinnen als Vorbild, die klaren Alltagsstrukturen und die Rollenklärung sind die Grundlagen dafür, dass ich mich Team sehr wohl fühle. Damit ist meine Begeisterung zur Selbstreflexion, zur Erziehungspartnerschaft und Vernetzung sowie Weiterbildung sehr gesteigert worden.

Mithilfe des Projektes gewinne ich grundlegende Einblicke in die individuellen Interessen, Fähigkeiten und Stärken sowohl bei den Kleinstkindern, als auch meinen eigenen. Die sprachliche Bildung nimmt dabei eine zentrale Bedeutung für das Sozialverhalten und die emotionale Entwicklung und Resilienz ein, denn gerade in den ersten 3 Lebensjahren sind dies wichtige Lernprozesse. Im Mittelpunkt meines Fachinteresses sind die Zusammenhänge zwischen Sprachenwicklung und anderen Entwicklungsbereichen (motorischen, sozial-emotionalen, sensorischen und kognitiven). Die Frühförderung im bewegungs- und gesundheitsorientierten KITA-Alltag ist dank wiederholten, abwechslungsreichen und begabungsentfaltenden Aktivitäten gestaltet. Daneben gilt die Beherrschung der beruflichen deutschen Sprache für einen Freiwilligen als Voraussetzung für einen gelingenden Integrations- und Entwicklungsverlauf. Die Leiterin und das Team bewirken hier eine ganzheitliche Kommunikation auf allen Ebenen.

Die Beobachtung als Teil des Lernprozesses erlaubt mir mehr Fachwissen zu erhalten, z.B. wie fundiert man kindorientierte Entwicklungsräume gestaltet, über die Bedürfnisse und Themen der Kinder, wie schafft man für die Kleinsten Anreize, ohne sie zu überfordern. Ausführliche Spiel- und Lernmaterialien stehen in allen Räumen zur Verfügung.

Außer den pädagogischen Kompetenzen lernt man unterschiedliche Aspekte des professionellen Verhaltens, die Werte und Kultur, Grundlagenwissen zu Themen wie Versicherungen, Finanzierungsplanung, persönliche und rechtliche Anforderungen, Auseinandersetzungen. Nicht nur die Gesundheits- und Bewegungsförderung und Betreuung bereitet mir viel Freude, sondern auch die Entdeckerlust von Kultur und Sozialleben in Berlin-Brandenburg. Mehrere Lern- und Unterhaltungsangebote sind auf den Seiten der Potsdamer Medien präsentiert. Freizeiterlebnisse sind natürlich für jeden Geschmack und Preis möglich.

Jeder Schritt lohnt sich, trotzt allen Ängsten eine der TeilnehmerInnen des EFD zu werden. Ich bin nicht imstande alle Vorteile und Besonderheiten des EFD-Jahres zu beschreiben, aber es wird für jeden Teilnehmenden ein lohnenswertes Abenteuer auf jeden Fall!

Beitrag vom 18.06.2018

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